Kindergarten Dünennest

Kindergarten Dünennest in Kalkar-Wissel


Stellen Sie sich vor:                             

Kinderlachen hallt durch bunte Räume, kleine Entdecker knien über einem Buch, andere bauen, malen, forschen oder träumen. Genau so sieht bei uns der Alltag aus. Bei uns tobt, lacht, staunt und wächst eine lebendige Gemeinschaft von 45 Kindern jeden Tag aufs Neue.

Wir glauben fest daran, dass Kinder am besten lernen, wenn sie selbst entscheiden dürfen, was sie gerade bewegt. Deshalb haben wir unsere Räume nicht einfach nur eingerichtet, sondern in echte Erlebniswelten verwandelt. Jeder Raum mit seinem eigenen Thema, ihrer eigenen Stimmung, ihrer eigenen Magie. Mal wird hier geforscht, mal gebaut, mal gelesen oder einfach nur geträumt. Die Kinder wandern frei von Raum zu Raum, ganz so, wie es ihre Neugier gerade will.

Inspiriert von der Reggio-Pädagogik sehen wir in jedem Kind einen kleinen Menschen mit ganz eigenen Ideen, Fragen und einem unglaublichen Blick auf die Welt. Wir hören zu, wir begleiten, wir staunen mit und wir geben dem Kinde den Raum, den es braucht, um seine eigene Geschichte zu schreiben.

Und weil Geschichten uns am Herzen liegen: Als zertifizierte Buchkita gehören Bücher, Vorlesen und kleine Wortabenteuer ganz selbstverständlich zu unserem Alltag.

Wir freuen uns darauf, auch Ihr Kind ein Stück auf seinem ganz eigenen Weg zu begleiten.


Wir arbeiten nach dem Reggio-Ansatz. Kinder sind für uns Forscher und Entdecker, die mit Neugier und Fantasie die Welt verstehen wollen. Unsere Räume sind zu Erlebnisräumen gestaltet. Es sind Orte zum Ausprobieren, Gestalten und Staunen.

Unsere Buch-Kita
Als Buch-Kita leben wir Bücher. Sie werden nicht nur vorgelesen, sondern begleiten uns im Alltag, regen Gespräche an und eröffnen neue Welten. Geschichten sind für uns ein lebendiger Teil des Miteinanders.

Jedes Kind im Blick
Uns ist wichtig, dass jedes Kind gesehen wird. Wir hören zu, nehmen ernst und unterstützen im eigenen Tun. Wir sind nicht nur Begleiter, wir sind ganz nah dabei.

Projektarbeit
Themen entstehen bei uns aus den Interessen der Kinder. Aus Fragen werden Projekte, die wir gemeinsam weiterentwickeln. So erleben Kinder, dass ihre Ideen zählen.

Selbstständigkeit und Bedürfnisse
Wir fördern die Selbstständigkeit und geben Raum für eigene Entscheidungen. Gleichzeitig achten wir auf die Bedürfnisse jedes Kindes, damit es sich geborgen und frei entfalten kann.


Wir arbeiten nach einem offenen Konzept. Das bedeutet: Kinder bewegen sich frei durch unser Haus, die Räume bezeichnen wir als Erlebnisräume und jede Erzieherin, jeder Erzieher bringt seine besondere Stärke in einen dieser Räume ein.

Damit das gut funktioniert, braucht es viel Absprache und die nehmen wir uns bewusst. Einmal in der Woche trifft sich jedes Raumteam, um den eigenen Bereich zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Zusätzlich kommt das gesamte Team einmal wöchentlich zusammen für pädagogische Themen  und für alles, was uns als Gemeinschaft bewegt.

Wir verstehen uns als lernendes Team. Durch regelmäßige Fortbildungen und die gemeinsame Auseinandersetzung mit pädagogischen Fragen entwickeln wir unsere Haltung stetig weiter und reflektieren ganz offen nach einer Fehlerkultur, was wir noch besser machen können.


„Kinder sind Forscher, Entdecker und
Gestalter ihrer Welt“      
Loris Malaguzzi   
  

Unser Bild vom Kind
Nach dem Reggio-Gedanken sehen wir das Kind als kompetentes, neugieriges und ausdrucksstarkes Wesen. Es kommt nicht als leeres Blatt zur Welt. Es kommt mit Fragen, Ideen und dem tiefen Wunsch, die Welt zu verstehen.

Im Sinne des Reggio-Ansatzes sehen wir jedes Kind als aktiven Forscher, Gestalter und Mitgestalter seiner Umgebung. Es braucht keine fertigen Antworten, es braucht Raum, Zeit und Menschen, die zuhören.

Das Kind hat 100 Sprachen
Kinder benötigen eine Vielzahl an Möglichkeiten, sich auszudrücken. Erst durch das Zusammenspiel unterschiedlicher Sinneswahrnehmungen entsteht die Basis für die vielfältigen „Sprachen“, in denen sich Kinder mitteilen. Damit aus diesen Sinneseindrücken eine eigene Ausdrucksform werden kann, sind Materialien, Werkzeuge, Rollenspiele und darstellendes Spiel, Musik, bildnerisches Gestalten sowie symbolische Ausdrucksmittel notwendig.

Und es gibt Hundert doch.

Ein Kind ist aus hundert gemacht.

Ein Kind hat hundert Sprachen, hundert Hände hundert Gedanken, hundert Weisen zu denken, zu spielen, zu sprechen. Hundert, immer hundert Weisen zu hören, zu staunen, zu lieben, hundert Freuden zu Singen und zu Verstehen. Hundert Welten zu entdecken, hundert Welten zu erfinden, hundert Welten zu träumen. Ein Kind hat hundert Sprachen, (und noch hundert, hundert, hundert), aber neunundneunzig werden ihm geraubt. Die Schule und die Kultur trennen ihm den Geist vom Körper. Sie sagen ihm, ohne Hände zu denken, ohne Kopf zu handeln, nur zu hören, ohne zu sprechen, ohne Freuden zu verstehen, nur Ostern und Weihnachten zu staunen und zu lieben. Sie sagen ihm, es soll die schon bestehende Welt entdecken. Und von hundert werden ihm neunundneunzig geraubt. Sie sagen ihm, dass Spiel und Arbeit, Wirklichkeit und Fantasie, Wissenschaft und Vorstellungskraft, Himmel und Erde, Vernunft und Träume Dinge sind, die nicht zusammenpassen. Ihm wird also gesagt, dass es Hundert nicht gibt. Das Kind aber sagt: „Und es gibt Hundert doch.“ Loris Malaguzzi


„Ein Turm wächst.
Er kippt.
Er wird neu gebaut.“

Wenn Kinder bauen, denken sie mit den Händen.

Im Bauraum entstehen Ideen in drei Dimensionen.
Kinder planen, konstruieren, prüfen Statik und entwickeln Lösungen – oft über mehrere Tage hinweg.

Jeder Bauprozess ist ein Lernprozess

„Ein Brett wird vermessen.
Ein Nagel trifft Holz.
Eine Idee bekommt Form.“

Wenn Kinder werken, begreifen sie Zusammenhänge ganz konkret.

Im Werkraum entstehen Ideen in handfester Auseinandersetzung mit Werkzeug und Material.
Kinder entwickeln Ausdauer, Präzision und Selbstvertrauen oft über mehrere Arbeitsschritte hinweg.

Jeder Herstellungsprozess ist ein Lernprozess.

„Ein Vorhang öffnet sich.
Eine Stimme wird laut.
Eine Rolle entsteht.“

Wenn Kinder werken, begreifen sie Zusammenhänge ganz konkret.

Wenn Kinder spielen, verarbeiten sie ihre Welt.
Im Theaterraum entstehen Ideen im Dialog, im Ausdruck und in Bewegung.
Kinder entwickeln Sprache, Empathie und Selbstbewusstsein – oft im freien Spiel oder in gemeinsamen Inszenierungen.

Jede Szene ist ein Lernprozess.

„Ein Pinsel berührt Papier.
Eine Farbe verläuft.
Eine Idee wird sichtbar.“

Im Atelier sprechen Kinder in Bildern.   

Sie mischen Farben, experimentieren mit Materialien, gestalten Spuren  und entdecken ihre eigene Ausdruckskraft.

Wenn Kinder gestalten, denken sie kreativ und forschend zugleich.

Im Atelier entstehen Ideen durch Wahrnehmung, Experiment und Fantasie.
Kinder entwickeln Ausdrucksfähigkeit, ästhetisches Empfinden und Ausdauer oft vertieft in längeren Gestaltungsprozessen.

Jeder kreative Prozess ist ein Lernprozess.

„Ein Tuch wird zum Umhang.
Ein Stuhl wird zum Bus.
Ein Kind wird zur Ärztin.“

Im Rollenspielraum verwandelt sich Wirklichkeit.

Kinder greifen Alltagserlebnisse auf, schlüpfen in Rollen und gestalten ihre eigene Welt  frei, kreativ und bedeutungsvoll.

Wenn Kinder Rollenspiele spielen, verarbeiten sie Erfahrungen.
Im Rollenspielraum entstehen Ideen im sozialen Miteinander.
Kinder entwickeln Sprache, Empathie und soziale Sicherheit oft über längere Spielphasen hinweg.

Jedes Rollenspiel ist ein Lernprozess.

„Eine Geschichte beginnt.
Ein Licht wirft Schatten.
Ein Raum wird still.“

In der Ruheoase finden Kinder Rückzug und Geborgenheit.

Zwischen Büchern, Geschichten und sanftem Licht entsteht ein Ort zum Zuhören, Nachdenken und Träumen.

Wenn Kinder lauschen, wachsen innere Bilder.
In der Ruheoase entstehen Ideen in Gedanken, Fantasie und Sprache.
Kinder entwickeln Konzentration, Vorstellungskraft und emotionale Sicherheit, oft eingebettet in wiederkehrende Rituale.

Jede Geschichte ist ein Lernprozess.

„Ein Teller wird gefüllt.
Ein Platz wird gewählt.
Ein Gespräch beginnt.“

Im Kinderrestaurant erleben Kinder Selbstständigkeit im Alltag.

Sie bedienen sich am Buffet, wählen bewusst aus und entscheiden selbst, mit wem sie essen möchten.

Wenn Kinder essen, lernen sie weit mehr als Sättigung.

Im Kinderrestaurant entstehen Entscheidungen, Gespräche und soziale Erfahrungen. Kinder entwickeln Selbstverantwortung, Körperbewusstsein und Gemeinschaftssinn jeden Tag aufs Neue.

 Jede Mahlzeit ist ein Lernprozess.

„Ein Wort entsteht.
Sand rieselt durch Hände.
Licht bringt Formen zum Leuchten.“

Auch außerhalb der Gruppenräume finden Kinder bei uns Bildungsorte.

Im Flur entstehen freie Lerninseln – offen zugänglich, selbstgewählt und jederzeit nutzbar.
Wenn Kinder ihren Lernort selbst wählen, übernehmen sie Verantwortung für ihren Prozess.
In den freien Lernorten entstehen konzentrierte Momente des Forschens, Gestaltens und Zurückziehens.

Jeder selbstgewählte Impuls ist ein Lernprozess.

Schreibwerkstatt – Sprache sichtbar machen

  • Kinder experimentieren mit Buchstaben und Schrift
  • sie entwickeln erste Schreibstrategien
  • sie verbinden Sprache mit Symbolen
  • sie erleben Selbstwirksamkeit durch eigene Schriftstücke
  • Literacy wird spielerisch angebahnt

Sandtisch – Spuren hinterlassen

  • Kinder erforschen Materialeigenschaften
  • sie erleben Mengen, Formen und Bewegungen
  • sie trainieren Feinmotorik und Koordination
  • sie beobachten Ursache und Wirkung
  • sinnliche Erfahrungen stehen im Mittelpunkt

Leuchttisch – Lernen im Licht

  • Transparente Materialien werden erforscht
  • Farben und Formen wirken intensiv
  • Muster und Strukturen werden sichtbar
  • naturwissenschaftliche und ästhetische Bildung verbinden sich
  • Wahrnehmung wird gezielt geschärft

Akustiksofa – Rückzug und Geborgenheit

  • Kinder finden einen geschützten Raum im offenen Bereich
  • sie lesen, kuscheln oder hören Geschichten
  • akustische Abschirmung ermöglicht Konzentration
  • Selbstregulation wird unterstützt
  • Ruhe wird bewusst erlebt

„Ein Fuß berührt Gras.
Ein Stock wird zum Werkzeug.
Ein Hügel wird zur Herausforderung.“

Auf dem Außengelände wird die Welt größer. 

Kinder bewegen sich frei, entdecken Naturphänomene und erproben ihre eigenen Grenzen.

Wenn Kinder draußen spielen, lernen sie mit dem ganzen Körper.
Im Außengelände entstehen Erfahrungen durch Bewegung, Wetter, Material und Begegnung.
Kinder entwickeln Motorik, Risikokompetenz und Naturverbundenheit – jeden Tag aufs Neue.

Jeder Aufenthalt im Freien ist ein Lernprozess.


Kinder denken, forschen, entdecken und das verdient mehr als eine flüchtige Erinnerung. Bei uns wird der Lernweg eines Kindes sichtbar gemacht: für das Kind selbst, für die Familie und für die ganze Gemeinschaft.

Denn wenn Kinder ihr eigenes Wachsen sehen können, wächst ihr Selbstvertrauen mit.

Portfolio

Unsere Erzieherinnen und Erzieher beobachten aufmerksam, was Kinder erleben, ausprobieren und entdecken. Diese Momente halten sie fest als Fotos, als Lerngeschichten oder als Beobachtungen, die zeigen, welche Schritte ein Kind gerade geht.

Das Portfolio macht Lernen sichtbar, nicht nur für Eltern und Fachkräfte, sondern vor allem für das Kind selbst. Es kann zurückblättern, staunen und erkennen:

„Das hab ich noch nicht gewusst. Das kann ich jetzt. So weit bin ich schon gekommen.“

Sprechende Wände

Laufende Projekte, Forschungsfragen, Zeichnungen und Fotos der Kinder werden im Flur und in den Räumen für alle sichtbar gemacht. Wer durch unser Haus geht, sieht sofort: Hier passiert etwas. Hier wird gedacht, gefragt, entdeckt.

Ein Kind, das sein eigenes Bild an der Wand sieht, erlebt: Mein Denken zählt. Meine Idee hat einen Platz. Das ist keine Dekoration – das ist Wertschätzung.

Buch der Erinnerungen

Wenn ein Projekt abgeschlossen ist, werden die Dokumentationen von den Wänden abgenommen und zu einem echten Buch gebunden. Die Geschichten, Fotos und Gedanken, die den Flur eine Zeit lang lebendig gemacht haben, bekommen so eine dauerhafte Form.

Das Buch der Erinnerungen gehört der ganzen Gruppe. Kinder können darin blättern, Eltern können es lesen, und alle können gemeinsam zurückschauen:


Die Entwicklung eures Kindes besprechen wir einmal im Jahr in einem ausführlichen Entwicklungsgespräch. Darüber hinaus sind wir jederzeit ansprechbar. Ob in einem kurzen Gespräch zwischendurch, beim Bringen und Abholen oder in einem vereinbarten Termin nach Bedarf.

Regelmäßige Elternabende geben Raum für gemeinsame Themen, Fragen und den Austausch untereinander. Denn je besser wir uns kennen, desto besser können wir euer Kind auf dem Weg begleiten.


Kinder sind von Natur aus Forscher. Sie stellen Fragen, die Erwachsene längst vergessen haben. Sie lassen nicht locker, bis sie eine Antwort gefunden, die sich für sie richtig einfühlt.

Diesem Forscherdrang begegnen wir vor allem im Spiel: Im Spiel erforschen Kinder ihre Umgebung und erschließen sich fast alles, was für sie bedeutsam ist. Im Alltag ebenso wie in Projekten. Eine bewusst gestaltete Umgebung und sorgfältig ausgewählte Materialien setzen dabei wichtige Impulse.

Projektarbeit nach dem Reggio-Gedanken bedeutet für uns: Wir folgen den Kindern. Wir hören hin, schauen genau hin und wenn ein Thema ein Kind wirklich bewegt, geben wir ihm Raum, Zeit und Tiefe. So entstehen unsere Projekte aus echten Beobachtungen, Erlebnissen und Gesprächen. Ihre Dauer bestimmen die Kinder selbst, durch ihre Begeisterung und ihre Fragen.

Als Begleiter beobachten wir aufmerksam, dokumentieren das Geschehen und setzen neue Impulse. Auf unseren „sprechenden Wänden“ mit Fotos und Aussagen der Kinder zeigen wir, welche Themen sie gerade beschäftigen.


Glauben im Kindergarten

Glaube ist bei uns  eine Haltung die sich im Alltag zeigt, in den Festen, in den Fragen der Kinder und in den stillen Momenten dazwischen.

Als katholische Einrichtung begleiten wir Kinder auf ihrer ganz eigenen Suche nach dem, was die Welt im Innersten zusammenhält.

Den Glauben im Alltag leben
Kinder stellen die größten Fragen: Woher komme ich? Was passiert, wenn jemand stirbt?

Wir nehmen diese Fragen ernst und geben ihnen Raum. Im Alltag begegnet den Kindern Glaube nicht als Theorie, sondern als Erfahrung: in Gesprächen, in kleinen Ritualen, in der Stille und im Miteinander.

Post für Gott
Jeden Freitag kommen alle Kinder des Dünennests zusammen zur gemeinsamen Runde, die wir mit dem Lied „Ich habe Post für Gott“ begrüßen.

Was dann folgt, bereiten unsere Erzieherinnen liebevoll vor: eine Geschichte, ein Lied, ein Gebet. Alles  abgestimmt auf das, was gerade in der Welt der Kinder, im Jahreskreis oder im Leben der Gemeinschaft aktuell ist.